Dienstag, 11. März 2014

JAHRESZEITENFÄRBEREI im Freilichtmuseum Klockenhagen

E I N L A D U N G 

Die Verarbeitung von Wolle hat auch in unserer Region eine jahrhunderte alte Tradition:
 
-          Im Herbst oder im Frühjahr werden die Schafe geschoren.

-          Im Sommer kann man die Wolle färben.

-          An langen Winterabenden wird die Wolle gesponnen und verstrickt, verhäkelt, verwebt.

Ich möchte mit der Färberei durch die Jahreszeiten reisen und lade Interessierte herzlich dazu ein, die Farben der Natur einzufangen:

 Frühlingsfärberei mit Pflanzen und Rinden am 24.05.2014

Sommerfärberei mit Pflanzen am 02.08.2014

Herbstfärberei mit Pilzen, Pflanzen und Rinden am 14.09.2014

Die Färbetöpfe werden an diesen Tagen ab 9:00 Uhr wieder am Museumsteich im Freilichtmuseum Klockenhagen (www.freilichtmuseum-klockenhagen.de )stehen. Es werden alle Arbeitsschritte gezeigt, die früher notwendig waren, um Wolle mit den im Ostseeraum zur Verfügung stehenden Naturmaterialien zu färben.

 


Wer tiefer in die Geheimnisse der traditionellen Färberei einsteigen möchte, ist herzlich willkommen. Mitstreiter können kleinere Mengen ihre Wolle gern mitbringen*. Ich bitte dann um eine kurze Anmeldung.



Ich freu mich schon jetzt sehr auf diese Zeit im Museum! Wer weitere Fragen hat, kann sich gern bei mir unter jungine.rostock@web.de melden, ich antworte Euch dann gern.
Eure fadenwerkeline

* Anmerkung zur Vorbereitung der Wolle: Am besten lassen sich Wollgarne färben (selbstgesponnene oder auch andere Garne mit Wollbestandteilen), die in Strängen gebunden sind (wie auf dem ersten Bild). Die Wolle ist dann schon sauber. Flocke, also lose Wolle, kann in einem Säckchen gefärbt werden, muss dann aber zur Weiterverarbeitung gekämmt (kardiert) werden.
Vorbereitend auf die Färberei sollte die Wolle gebeizt werden. Die Farben werden dann kräftiger. Es gibt verschiedene Arten der Beize z.B. Heißbeize mit Alaun (Apotheke), Kaltbeize AL (zu beziehen über nemoignorat www.nemo-ignorat.de , ich habe aber auch immer welche dabei), Beize mit Rhabarberblättern, Lärchenrinde u.a. Ich verwende die Kaltbeize Al, weil sie umweltfreundlich und nicht so strapazierend für die Wolle ist. Die Ergebnisse sind m.E. gleich. Wer möchte, kann kleinere Mengen seiner Wolle einige Wochen vor dem Termin bei mir abgeben, ich beize sie dann für ihn.
Wer experimentieren möchte, ist auch dazu herzlich eingeladen, auch Seide oder andere Fasern nehmen die Naturfarben an und ich war schon manchmal sehr erstaunt, welche schönen Ergebnisse rauskamen.







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