Montag, 14. Oktober 2013

Färben mit Pilzen bei Karin Tegeler


Am letzten Mittwoch machte ich mich bei strahlendem Sonnenschein auf zum Färbekurs "Färben mit Pilzen" bei Karin Tegeler (www.textiles-werken.de) in Leinemühle im Harz. Schon lange hatte ich mich sehr darauf gefreut.
In der Jugendherberge angekommen, schmiss ich meine Sachen in mein Zimmer und stieg erst einmal auf die nächste Burg:  Burg Falkenstein               Über den Eselstieg ging es 
immer nach oben!


Es war eine unglaubliche Ruhe, nur Vogelgesang und kein Mensch weit und breit. Oben angekommen erwartete mich ein ziemlich stolzer Anblick:


  
Gleich fühlte man sich hunderte von Jahren zurückversetzt. Auf den Burgfried musste ich natürlich auch klettern und nachdem ich mich in der Burg verlaufen hatte und dann doch die richtige Tür fand, konnte ich weit über das Land schauen und die tollen Farben genießen. Der Wind pfiff dazu nicht wenig um die Ecke, es war atemberaubend!
 
 
Am nächsten Tag fuhr ich über Serpentinen hoch und runter zur Leinemühle. Mein Navi spielte total verrückt, Telefon ging auch nur oben auf den Bergen. Bei Karin angekommen, ging es nach der Bekanntmacherei auch gleich mit einer großen Menge Theorie los. Ich war zwar schon immer viel in die Pilze gegangen, aber so richtig hatte ich mich mit dieser Spezies noch nicht beschäftigt. Ich fand es unglaublich spannend!
 
Am Freitag wollten wir unsere neu gewonnenen Kenntnisse auch gleich in die Praxis umsetzen und gingen alle zusammen in die Pilze in einen nahe gelegenen Wald. Es regnete erst wenig, dann in Strömen. Pilze fanden wir recht viele und mir verhalf ein flüchtendes Wildschwein zum Schreck meines Lebens. Es steht nicht fest, wer mehr Schiss hatte, das Schwein oder ich. Jedenfalls schmiss ich meinen Korb weg und rannte wie von der Tarantel gestochen los. Bin dann wieder ganz vorsichtig zurück, um meinen Korb zu holen, wusste aber dann nicht mehr, wie ich zu den anderen zurück kommen sollte. Ich hatte mich total verlaufen. Wer mich beobachtet hätte, hätte sich bestimmt scheckig gelacht. Aber Gott sei dank fand ich dann irgendwie einen Weg zurück und auch wieder in die Leinemühle. Aber der Schreck saß und sitzt noch heute tief!
Eigentlich ganz idyllisch!
In Karins Werkstatt packten wir erst einmal alle Pilze auf den Tisch und sichteten, was wir gefunden hatten. Wir fanden eigentlich eine ganze Menge (nur einer fehlte!):
 
                           
Alle Pilze wurden für die Färberei und eine leckere Pilzpfanne mit den berühmten Arminschen Eierkuchen vorbereitet. Köstlich!
 
Samstag und Sonntag färbten wir fröhlich darauf zu und zwischendurch erhielten wir von Karin immer wieder wichtige Informationen. Schaut mal, sehen die Farben nicht toll aus!!
 
 
Froh und glücklich, aber auch ein wenig traurig, dass die Zeit schon vorbei war, fuhr ich am Sonntag wieder heim.
Liebe Karin, lieber Armin! Danke für die gute Zeit bei Euch, für Eure Mühe und Fürsorge, für das umfangreiche Wissen, für die vielen anregenden Gespräche und die ganze Fachsimpelei. Ich hab mich sehr sehr wohl bei Euch gefühlt und möchte gern im nächsten Jahr wiederkommen.
Danke auch an meine Mitfärber, es war schön, Euch kennengelernt zu haben und ich hoffe sehr, dass man mit dem einen oder anderen in Verbindung bleiben kann. Für den Ruf-Einsatz bedanke ich mich nochmal besonders und hoffe, dass die Stimme wieder völlig in Ordnung ist.
 
 
Nun geht es in den nächsten Tagen sicher gleich wieder in den Wald, um einen kleinen Vorrat an Färbepilzen zu sammeln und vor allem nach dem lila färbenden zimtfarbenen Weichporling zu suchen. Es bleibt also richtig spannend! Viel Glück wünsche ich allen!
 
 
 
 


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