Samstag, 21. September 2013

Rückblick 2. Färbetage in Klockenhagen 2013


 
Zum 

2. S o m m e r – W o l l e- F ä r b e-T a g

  hatten wir am 03./04.08. 2013 ins Freilichtmuseum Klockenhagen eingeladen.
Bereits im Vorfeld gab es eine Menge Interessenten. Die Vorbereitungen waren wie immer recht umfangreich. Wir wollten mit Pflanzen und Rinden färben, die zu diesem Zeitpunkt in unserer näheren Umgebung wachsen und für uns erreichbar sind.
So da wären: Wiesenkerbel, Rainfarn, Birkenrinde, Eichenrinde, Zwiebelschalen, Kolbenspiere, Essigbaum, Goldrute, Birkenblätter, Brennessel
Bei mir zu Hause sah es während der Vorbereitungen aus wie in einer Hexenküche. Ich hab versucht, die Flotten soweit vorzubereiten, dass an beiden Tagen immer irgendwas gefärbt werden konnte und das hat auch super geklappt.
Mit meinem kleinen bis unters Dach vollgepackten Auto ging es am Samstag morgen los in Richtung Klockenhagen. Dort alles schnell auspacken und los ging die Kocherei. Eigentlich wollten wir gemäß dem Motto des Museums "Genauso war es einmal!" auf Holzfeuer färben, aber es waren hier wochenlang um die 30°C und es erschien doch etwas zu gefährlich. Schließlich soll dieses historische Museumsdorf noch viele Jahre stehen. Also ausweichen auf Elektroplatten, was zwar nicht stilecht war, aber den Zweck erfüllte.
Am ersten Tag wurde Wolle und Seide mit Zwiebelschalen, Kolbenspiere, Birkenrinde und Eichenrinde gefärbt.
 
Am Sonntag wurden dann Wiesenkerbel, Goldrute, Birkenblätter, Brennessel, Rainfarn und Schilfblüten gefärbt. Es stand sogar ein Baumpilz - ein Kiefernbraunporling - , der auf dem Darß gefunden wurde, zur Verfügung, dieser  wurde unser Färbeexperiment.
Schaut mal, was für eine Farbenpracht:
 
 
 
 


Nach 2 superanstrengenden Tagen, war ich total glücklich über so viele gelungene Färbungen. Es gab eine große Resonanz und viel Interesse bei den Besuchern und ich konnte viele tolle Gespräche führen. Einige Besucher brachten sogar ihre eigene Wolle mit, die wir dann gefärbt und uns gemeinsam gefreut haben. Danke an alle, die bei der Durchführung dieser Färbetage mitgeholfen haben, an das Freilichtmuseum und auch ein Dankeschön an den Wettergott, der uns zum zweiten Mal wunderbares Wetter bescherte.
 
Die Farben des Sommers haben wir damit ein wenig eingefangen und ich freu mich jetzt beim Verarbeiten der Wolle darüber.
Für meine engsten Mitstreiterinnen habe ich als Dankeschön kleine - mit Lavendel gefüllte - Häkelherzen gefertigt. Na, gefallen Euch die nicht auch?!
 


1 Kommentar:

  1. Ganz tolle Farben sind da unter Euren Händen entstanden! Großartig. Und alles Natur pur!
    Die Herzchen sind superschön! Und die wunderbaren Farben erst!!! Da werden sich die Beschenkten aber sicher gefreut haben!
    Großes Kompliment an deine fleißigen Hände!
    Liebe Grüße von deiner Britt

    AntwortenLöschen